Der Goldpreis entsteht nicht an einem einzigen Ort. Er bildet sich laufend im weltweiten Handel. Einige Referenzpunkte sind aber besonders wichtig.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Spotpreis ist der laufende Marktpreis für sofortige Lieferung.
- Der LBMA Gold Price wird zweimal täglich in London ermittelt.
- Für deutsche Anleger zählt der Goldpreis in Euro, der auch vom Wechselkurs abhängt.
Der Spotpreis
Gold wird rund um die Uhr gehandelt, vor allem zwischen Banken und Händlern in London, New York, Zürich und Asien. Der Spotpreis ist der aktuelle Preis für eine Feinunze bei sofortiger Lieferung. Händler orientieren ihre Preise laufend daran.
Der LBMA Gold Price
Zweimal täglich, um 10:30 und um 15:00 Uhr Londoner Zeit, wird in einer elektronischen Auktion der LBMA Gold Price ermittelt. Er dient als weltweiter Referenzpreis für Verträge, Zentralbanken und Industrie. Für Silber gibt es einen entsprechenden Preis einmal täglich.
Terminmärkte
An Terminbörsen wie der COMEX in New York werden Kontrakte auf künftige Lieferung gehandelt. Diese Märkte sind sehr liquide und beeinflussen den Spotpreis stark.
Was den Preis bewegt
- Zinsen: Steigende Realzinsen machen zinslose Anlagen wie Gold tendenziell weniger attraktiv.
- Wechselkurse: Gold wird in US-Dollar gehandelt. Ein schwacher Dollar stützt den Preis in Dollar.
- Nachfrage: Zentralbanken, Schmuckindustrie und Anleger.
- Krisen: In unsicheren Zeiten steigt oft die Nachfrage nach Gold.
Der Goldpreis in Euro
Deutsche Anleger zahlen in Euro. Steigt der Euro gegenüber dem Dollar, kann der Goldpreis in Euro sinken, obwohl er in Dollar steigt. Für Ihre Rendite zählt allein der Preis in Euro.
Nächster Schritt
Gold und Silber vergleichen
Vergleichen Sie die wichtigsten Anlagemünzen und prüfen Sie den aktuellen Kaufpreis beim Fachhändler.
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