Die Geschichte des Goldpreises: Von 35 Dollar bis heute

Vom festen Goldpreis von 35 Dollar über das Ende von Bretton Woods bis zu den Rekorden der 2020er-Jahre: die wichtigsten Etappen.

Über Jahrzehnte war der Goldpreis staatlich festgelegt. Erst seit den 1970er-Jahren bildet er sich frei am Markt. Ein Überblick über die wichtigsten Etappen.

Das Wichtigste in Kürze

  • 1934 legten die USA den Goldpreis auf 35 Dollar je Unze fest.
  • 1971 endete die Einlösbarkeit des Dollars in Gold.
  • Seitdem schwankt der Goldpreis frei und erreichte mehrfach Rekordstände.
  • Langfristige Wertentwicklung ist keine Garantie für die Zukunft.

Der feste Preis

1934 setzten die USA den Goldpreis auf 35 US-Dollar je Feinunze fest. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieser Preis im System von Bretton Woods zur Grundlage der Weltwährungsordnung: Andere Währungen waren an den Dollar gebunden, der Dollar an das Gold.

Das Ende von Bretton Woods

Im August 1971 beendete US-Präsident Richard Nixon die Einlösbarkeit des Dollars in Gold für ausländische Zentralbanken. In den folgenden Jahren wurden die festen Wechselkurse aufgegeben, und der Goldpreis bildete sich frei.

Hochs und Tiefs

  • 1980: Inflation und politische Krisen treiben den Preis auf ein Hoch von rund 850 Dollar.
  • 1980er und 1990er: lange Seitwärts- und Abwärtsphase, um die Jahrtausendwende zeitweise unter 300 Dollar.
  • 2011: nach der Finanzkrise ein neues Hoch nahe 1.900 Dollar.
  • 2020: erstmals über 2.000 Dollar.
  • 2024 bis 2026: eine Reihe neuer Rekorde, in Euro zeitweise deutlich über 3.500 Euro je Unze.

Was man daraus lernen kann

Gold hat über lange Zeiträume an Wert gewonnen, aber auch jahrelange Durststrecken erlebt. Wer Gold kauft, sollte einen langen Anlagehorizont mitbringen. Vergangene Entwicklungen sind keine Garantie für die Zukunft.

Nächster Schritt

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